Autofrei ging‘s „Quer durchs Ried“

von Jens Hoffmann (Kommentare: 0)

Die dritte Auflage von „Der Kreis rollt“ war ein voller Erfolg:

„Eigentlich kaum zu glauben, aber unser dritter autofreier Sonntag hat seine beiden erfolgreichen Vorgänger noch getoppt!“: Landrat Thomas Will zog ein ausgesprochenes positives Fazit der dritten Auflage von „Der Kreis rollt“. Nicht nur die Teilnehmerzahl sei, zumindest gefühlt, noch einmal weit höher gewesen und habe eher bei 40.000 als bei 30.000 gelegen: „Es gab auch äußerst positive Rückmeldungen der beteiligten Vereine und Initiativen“. Und nicht zuletzt habe auch das Wetter wieder bestens mitgespielt und sich den angekündigten Regen bis zum Abend aufgespart.

Ein herzliches Dankeschön des Landrats ging denn auch an alle Beteiligten. Thomas Will wollte hier insbesondere die Hilfs- und Rettungskräfte, die Polizei sowie die Ordnungsdienste und Betreuer erwähnt wissen, von denen viele an diesem Tag ehrenamtlich im Einsatz waren. Er dankte auch den Verwaltungen der beteiligten Städte und Gemeinden sowie den Mitarbeitern von Sportkreis und Kreisverwaltung, die unter der Leitung des Kreis–Sportbeauftragten Klaus Astheimer viel Arbeit in den dritten autofreien Sonntag im Kreis investiert hätten: „Ihre Mühe hat sich bestens gelohnt!“

Nach der „autofreien B44“ im Jahr 2012 und freien Straßen „Vom Altrhein zum Altrhein“ im Mai 2014 stand der dritte autofreie Sonntag im Kreis nun unter dem Motto „Quer durchs Ried“. Vom Mörfelder Schwimmbad ging es über Worfelden, Klein-Gerau, Büttelborn, Berkach, Dornheim, Wolfkehlen, Goddelau und Stockstadt nach Biebesheim – oder umgekehrt. Und überall stießen die Teilnehmenden, zu denen keineswegs nur Radfahrer, sondern auch Skater, Inliner und Handbiker gehörten, auf eine überwältigende Gastfreundschaft. „Was Vereine, Initiativen und das örtliche Gewerbe hier auf die Beine gestellt haben, war eine großartige Werbung für unseren Kreis!“, lobte der Landrat. Wegen des großen Andrangs musste oftmals schon am frühen Nachmittag für Nachschub bei Speisen und Getränken gesorgt werden. Und auch die zahlreichen Informations- und Serviceangebote rechts und links der Strecke wurden rege genutzt.

Von der HR 3-Party am Mörfelder Schwimmbad bis zum Dornheimer Kirchturm, vom Büchnerhaus in Goddelau bis zum Büttelborner Blasorchester bei der dortigen SKV, von der Fahrradshow der Dirt-Bomber in Biebesheim bis zum Stockstädter Schwimmbadfest und dem Wutzdog-Rockfestival in Wolfskehlen – Attraktionen gab es zuhauf an der rund 29 Kilometer langen Strecke, die einige noch mit einem Ausflug nach Rheinhessen über die Kühkopf-Fähre verlängerten. Damit sei es, so Sportkreis-Vorsitzender Wolfgang Glotzbach, zusammen mit dem Landrat Initiator des autofreien Sonntags, wieder gelungen, Werbung für eine gleichermaßen umweltfreundliche wie gesunde Fortbewegungsweise zu machen: „Heute ging es ums Genießen, nicht ums Schnell-Fahren oder um sportliche Höchstleistungen.“

Erfreulich war es für die Veranstalter auch, dass es bis auf einen schweren Unfall bei einigen kleineren Blessuren und, bedingt durch die schwüle Witterung, bei einigen Kreislaufschwierigkeiten blieb. Aber auch dem bei Klein-Gerau schwer gestürzten Radfahrer geht es nach Informationen des Kreises mittlerweile schon etwas besser.

Für den Landrat ist jedenfalls eines sicher: „In zwei Jahren heißt es wieder: Der Kreis rollt!“ Ob es im Mai 2018 dann auf eine der bekannten Strecken geht oder es neue Start- und Zielorte gibt, wird in Kürze festgelegt werden.

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